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Der EDMC geht in eine neue RundeMit dem Finale in Karlsruhe endet der 16. EDMC
Liebe ELSAnerInnen,
der XVI. EDMC befindet sich auf der Zielgeraden - am 19.02.2010 findet die Finalverhandlung statt.
Aber in jedem Ende steckt bekanntlich ein neuer Anfang!
Das heißt für uns alle: wir können uns auf viele spannende Lokalentscheide freuen!
Ihr wollt wissen, wie das geht? Ihr wolltet schon immer Mal einen ausrichten? Ihr seid am Ende bereits alte Hasen beim Ausrichten von Moot Courts und immer noch bzw. umso mehr begeistert?
Wunderbar!!! - Dann haben wir hier genau das Richtige für Euch!
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1. Grundsätzliche Informationen zum EDMC a) Was ist ein EDMC? Wie läuft er ab? b) Wie wird er geplant?
2. Viele gute Gründe einen Lokalentscheid selber auszurichten!
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1) Grundsätzliche Informationen zum EDMC
a) Was ist ein EDMC? Wie läuft er ab?
Ein Moot Court ist eine simulierte Gerichtsverhandlung, in der die Studierenden in die Rolle von Prozessvertretern schlüpfen, selber Schriftsätze verfassen und vor Gericht in einer mündlichen Verhandlung frei vortragen. Sie stellen Anträge und reagieren spontan auf die Fragen des Gerichts. Dabei tragen sie i. d. R. Roben und befinden sich oftmals tatsächlich in Gerichtsgebäuden.
Der ELSA-Deutschland Moot Court orientiert sich an internationalen Moot Courts, hat aber darüber hinausgehende Besonderheiten: er findet auf drei Ebenen statt: es gibt Lokalentscheidungen, die von den jeweiligen Fakultätsgruppen vor Ort organisiert werden. Die Gewinner dieser Lokalrunden fahren zum Regionalentscheid - aufgeteilt nach Nord und Süd oder Ost und West. Die obsiegenden beiden Teams dieser Runden fahren wiederum zum Finale, welches in den Räumen des BGH in Karlsruhe stattfindet!
Der klassische EDMC ist die Verhandlung eines zivilrechtlichen Falles. Im Gegensatz zu vielen anderen Moot Courts befasst dieser sich ausschließlich mit deutschem Recht, und ist somit studienbegleitend. Er wird in deutscher Sprache gehalten und findet neben dem Studium statt. Die meisten anderen Moot Courts sind international und erfordern das Ruhen des Studiums über ein halbes Jahr.
Für Studierende, die Praxiserfahrung im deutschen Recht sammeln möchten, und dabei gleichzeitig eine sehr gute Vorbereitung auf ihre Prüfungen haben möchten, ist der EDMC die optimale Lösung - umso mehr, als sie dafür ihr Studium nicht verlängern müssen.
Ab diesem Jahr gibt es darüber hinaus aber auch noch die Möglichkeit eines strafrechtlichen EDMC - der weder auf nationaler, noch auf internationaler Ebene Konkurrenz hat! Und auch hier wird es drei Ebenen geben, so dass das Finale ebenso vor Bundesrichtern des BGH in dessen Räumlichkeiten stattfinden wird.
Die teilnehmenden Studierenden bilden jeweils Teams, die aus zwei Personen bestehen. In allen drei Ebenen fertigen sie, je nach der ihnen zugewiesenen Rolle, eine Klageschrift bzw. eine Klageerwiderung an. Bei der Anfertigung der Schriftsätze, sowie bei der späteren Vorbereitung auf die mündliche Verhandlung, haben sie die Gelegenheit, sich von Volljuristen aus dem Berufsleben beraten zu lassen. Dies können Rechtsanwälte renommierter Kanzleien, aber auch durchaus Professoren sein. In den angebotenen Treffen mit diesen erhalten die Studierenden nicht nur Einblick in taktische Prozessführung und rhetorische Tricks, sondern verbessern ihre spontane Argumentationsfähigkeit und ihr souveränes Auftreten. Die Richterbank ist auf Lokal- und Regionalebene besetzt mit Volljuristen, wobei dies ProfessorInnen, RichterInnen oder RechtsanwältInnen sein können. Einzig in der Finalrunde besteht die Richterbank tatsächlich nur aus Richtern – und zwar aus BundesrichterInnen. Zur Urteilsfindung, die auch die Lösung in rechtlicher Hinsicht einbezieht, erhalten die RichterInnen einen sog. Bewertungsbogen. In der Bewertung liegt sehr großes Gewicht auf dem Auftreten der Team insgesamt: im Fokus stehen Teamfähigkeit i. w. S., Redeanteile innerhalb der Teams, rhetorisches und prozesstaktisches Geschick, ohne unkollegial zu werden, und argumentatives Auftreten.
Jetzt geht es darum, Euch als Ausrichter zunächst eines Lokalentscheides zu gewinnen!
b) Wie wird er geplant?
Die Fakultätsgruppen sind in der Ausgestaltung ihres Lokalentscheides sehr frei.
Es gibt nur ganz geringe Vorgaben, die sich auch alle im sog. Moot Court Kodex finden lassen. Dieser ist als Prozessordnung eigener Art gedacht. Dabei geht es meist um einzuhaltende Fristen, den Ablauf der Verhandlung etc.
Als Juristen bringt uns dieses kleine Regelwerk nicht aus der Fassung. ;o) Und vor allem habt Ihr jederzeit die Möglichkeit, Euch mit Euren Fragen an mich zu wenden!
Das Einzige, was Ihr vorab wissen müsst, ist, dass Ihr Euch bis etwa Mai entschieden haben solltet - denn da gibt es den Sachverhalt. Um den müsst Ihr Euch nämlich nicht selber kümmern - er wird Euch von ELSA-Deutschland e. V. gestellt.
Eure Lokalrunde muss dann bis 31.08.2010 beendet sein, damit Ihr Eure Gewinnerteams zum jeweiligen Regionalentscheid anmelden könnt.
Was Ihr planen müsst: wenn Ihr einen Lokalentscheid ausrichtet, braucht Ihr vor allem TeilnehmerInnen, also müsst Ihr ein bißchen werben - das geht meist ganz gut, wenn Ihr eine(n) Professor(in) für Euch gewinnt, die den Studierenden einen Nachweis zur Schlüsselqualifikation ausstellt.
Dann braucht Ihr einen Raum, ein paar Richter und Kleinigkeiten als deren Geschenke.
Das war es im Wesentlichen! Prima, oder?!
Ihr seht: so schwer ist das gar nicht!!!
Im Gegenteil: gerade auch für Fakultätsgruppen, die vielleicht gerade erst Wiederbelebung erfahren, ist das die optimale Gelegenheit!
2) Viele gute Gründe...
Ihr wollt was für Eure Studenten tun? Ihr wollt zu deren Bildung beitragen - und Euch ganz nebenbei einen tollen Ruf bei Professoren Eurer Uni verschaffen? Ihr wollt Kontakt mit Professoren, Richtern und Anwälten in Eurer Gegend, die sich für Euren Verein einsetzen und mit Euch zusammenarbeiten?
Ein Moot Court ist oftmals ein toller Einstieg - viele Praktiker sind von ihm begeistert. Es lassen sich oftmals law events daran anschließen. Vielleicht findet Ihr über diesen Weg auch neue Förderer für Eure Fakultätsgruppe. In jedem Fall knüpft Ihr neue Kontakte - von denen man nie weiß, wozu sie später noch Mal nutzen.
Auch aus Sicht der Studenten und um zu deren Bildung beizutragen, ist der EDMC eine einmalige Chance:
Gerade im Hinblick auf die eher sehr theoretische Ausbildung der Studierenden gewinnt die durch Moot Courts vermittelte Realitätsnähe in der juristischen Ausbildung immer mehr an Bedeutung. Der mündliche Vortrag spielt im Jurastudium immer noch eher eine untergeordnete Rolle, so dass der freie Vortrag im Rahmen der mündlichen Verhandlung für die meisten TeilnehmerInnen oftmals die größte Herausforderung darstellt. Auch aus diesem Grunde gibt es für sie die Möglichkeit, einen professionellen Coach in Anspruch zu nehmen, der zumeist von renommierten und international auftretenden Förderkanzleien von ELSA-Deutschland e.V. zur Verfügung gestellt wird. Alleine dadurch erhalten die TeilnehmerInnen wertvolle Einblicke in den Alltag und die Herangehensweise eines in diesem Bereich arbeitenden Juristen. Sie bekommen durch diese Tipps und feedback zu Schriftsätzen und mündlichen Vorträgen. Die Teilnahme am EDMC bietet in vielfacher Hinsicht Vorteile und Chancen: Der EDMC lässt sich hervorragend neben dem Studium bewältigen. Er erfordert nicht das Ruhen des Studiums für ein Semester. Er schult das freie Sprechen und ist insgesamt eine hervorragende Vorbereitung auf das spätere Berufsleben, aber zuvor auch für das Examen. Die TeilnehmerInnen erhalten von erfahrenen und wohlgesonnenen Juristen feedback zu ihrer Argumentationsfähigkeit, ihrem Auftreten, ihrem mündlichem Vortrag und ihren Schriftsätzen. Die TeilnehmerInnen erhalten somit auf spielerische Weise einen einmaligen Einblick in die Abläufe der Gerichts- und Anwaltspraxis. Dabei lernen sie zugleich Verhandlungsführung und Prozesstaktik, sowie Rhetorik und Argumentation. Kurz: sie erleben Jura am tatsächlichen Fall. Die Erfahrung zeigt, dass die TeilnehmerInnen in dieser Zeit vernetzt lernen und den Stoff umso besser behalten. Am Ende haben sie sich inhaltlich mit juristischen Problemen wie im Rahmen einer Hausarbeit auseinander gesetzt und darüber hinaus ihre sog. soft skills geschult. Je nach Universität wird dieses Engagement sogar mit einem Leistungsnachweis für Schlüsselqualifikationen belohnt – in jeder Hinsicht also eine lohnende Sache!
Ihr seht: es gibt viele sehr gute Gründe, einen EDMC auszurichten.
Wer noch ein paar Argumente braucht, meldet sich bitte bei uns.
Alles Liebe - ich freue mich auf Eure Anmeldungen zur Ausrichtung eines Lokalentscheids!
Liebe Grüße Eure Nadine
Veranstalter: ELSA-Deutschland e.V. Veranstaltungsort: Deutschland Typ: Moot Court (Simulierte Gerichtsverhandlung) (Marje Mülder, 05.02.2010)
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